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Ratgeber · Materialien

Welche Materialien kann man lasern? Der komplette Überblick.

Holz, Acryl, Leder, Metall, Glas, Stein, Textil — fast alles lässt sich lasern, aber nicht mit jedem Laser. Welcher Lasertyp welches Material schneidet oder graviert, welche xTool Maschine dafür die richtige ist und welche Materialien niemals in den Laser dürfen.

Verschiedene lasergravierte Materialien: Holz, Acryl, Leder, Metall und Schiefer
20 mmHolz schneidet der xTool P3 in einem Durchgang
25 mmAcryl — maximale Schnitttiefe mit 80 W CO₂
0,4 mmMessingblech schneidet der Faserlaser im F1 Ultra
355 nmUV-Wellenlänge für kalte Gravur auf Glas & Keramik
01 · Grundprinzip

Nicht der Laser entscheidet — die Wellenlänge.

Ob sich ein Material lasern lässt, hängt davon ab, wie gut es die Wellenlänge des Lasers absorbiert. Ein Diodenlaser (blaues Licht, ca. 455 nm) und ein CO₂-Laser (fernes Infrarot, 10.600 nm) werden von organischen Materialien wie Holz, Leder und Papier sehr gut aufgenommen — von blankem Metall aber größtenteils reflektiert. Ein Faserlaser (1064 nm) verhält sich umgekehrt: Metall absorbiert seine Wellenlänge deutlich besser, organische Materialien dagegen schlechter. Und ein UV-Laser (355 nm) arbeitet „kalt": Er bricht Materialverbindungen auf, statt sie durch Hitze zu verdampfen — ideal für Glas, Keramik und hitzeempfindliche Oberflächen.

Deshalb gibt es nicht „den einen" Laser für alles. Die physikalischen Hintergründe erklären wir Schritt für Schritt im Ratgeber Was ist ein Laser — hier geht es um die Praxis: Welches Material, welcher Laser, welche Maschine.

Galvo vs. XY — nicht nur eine Frage des Materials, auch der Aufgabe: Die Diodenkanäle der Galvo-Laser F2, F1 Ultra und F2 Ultra sind nicht nur für Metall gebaut — sie gravieren auch Holz, Kork und Leder hervorragend, bei Fotogravuren dank Spiegelablenkung oft noch feiner und schneller als ein klassischer XY-Laser. Für den Zuschnitt größerer Werkstücke bleibt aber ein XY-Laser wie S1 oder P3 die bessere Wahl: Galvo-Systeme haben ein festes, kleineres Arbeitsfeld (F2: 11,5 × 11,5 cm) und sind auf Gravur statt große Schnitte ausgelegt.
02 · Übersichtstabelle

Material × Lasertyp: die große Übersicht.

gut geeignet   ( ✓ ) bedingt geeignet   nicht geeignet

Material Diode
455 nm
CO₂
10.600 nm
Faser / IR
1064 nm
UV
355 nm
Unsere Empfehlung
Holz & Sperrholzauch MDF, Kork ( ✓ ) Einstieg: S1 · dicke Platten & Tempo: P3
Acryl, klarPMMA / Plexiglas® ( ✓ ) Nur CO₂: P3 (bis 25 mm) oder P2S
Acryl, farbig/opak ( ✓ ) P3, P2S oder S1 (dunkle Farben)
Lederpflanzlich gegerbt ( ✓ ) S1 für Gravur · P2S für saubere Schnitte
Papier & Karton ( ✓ ) ( ✓ ) CO₂ schneidet am saubersten: P3, P2S
Textil & Filz ( ✓ ) Filz & Stoffprojekte: M2 (druckt sogar farbig dazu)
Metall, blankEdelstahl, Alu, Messing … ( ✓ ) ( ✓ ) ( ✓ ) Ohne Spray: F1 Ultra, F2 Ultra · Schweißen: MetalFab
Metall, beschichteteloxiert, lackiert ( ✓ ) Günstiger Einstieg: S1 · Serien: F2
Glas & Kristall ( ✓ ) Feinste Details ohne Hitzespannung: F2 Ultra UV
Keramik & Porzellan ( ✓ ) ( ✓ ) F2 Ultra UV für Fotos & feine Muster
Stein & Schiefer ( ✓ ) Einstieg: S1 · feinere Fotogravur: F2
Gummilaserfähig, für Stempel ( ✓ ) Stempelherstellung: P2S oder P3
Gravieren ≠ Schneiden: Die Tabelle zeigt die generelle Eignung. Gravieren funktioniert oft auch dort, wo Schneiden nicht (sinnvoll) möglich ist — Glas und Stein lassen sich z. B. hervorragend gravieren, aber mit keinem Desktop-Laser schneiden. Bei blankem Metall gilt zusätzlich: CO₂- und Diodenlaser gravieren nur indirekt, mit Markierspray — mehr dazu in der Detailkarte Metall. Alle neun Modelle mit Leistungsdaten und tagesaktuellen Preisen findest du im Laser-Vergleich.
03 · Materialien im Detail

Jedes Material hat seine Eigenheiten.

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Holz, Sperrholz & MDF

Der Klassiker — und das dankbarste Einsteigermaterial. Helle, gleichmäßige Hölzer wie Pappel- und Birkensperrholz, Linde oder Kirsche gravieren mit sattem Kontrast und schneiden mit sauberer Kante. Harzreiche Nadelhölzer neigen zu dunklen, ungleichmäßigen Rändern. MDF lässt sich sehr gut schneiden, enthält aber Klebstoffe — eine gute Absaugung ist Pflicht.

Empfehlung: Einstieg & Zuschnitt mit dem xTool S1 (schneidet Kirschholz bis 18 mm mit 40 W). Wer regelmäßig dicke Platten schneidet: xTool P3 — 20 mm in einem Durchgang, doppeltes Tempo. Für feine Fotogravuren auf kleiner Fläche sind die Diodenkanäle von F2 und F1 Ultra dank Galvo-Präzision noch detailreicher.
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Acryl (PMMA / Plexiglas®)

Das Material für Schilder, Displays und Deko — aber mit einer wichtigen Regel: Klares Acryl braucht zwingend einen CO₂-Laser. Das blaue Licht eines Diodenlasers geht durch transparentes Acryl nahezu ungehindert hindurch. Dunkles und opakes Acryl funktioniert dagegen auch mit Diode. CO₂-Schnittkanten werden glasklar und glänzend — fast wie poliert.

Empfehlung: xTool P3 schneidet Acryl bis 25 mm, der P2S bis 20 mm. Wichtig: nur echtes Acryl (PMMA) — kein Polycarbonat, das ähnlich aussieht, aber verboten ist.
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Leder & Kork

Pflanzlich gegerbtes Leder graviert mit schönem, dunklem Kontrast und schneidet sauber — ideal für Schlüsselanhänger, Armbänder, Etiketten und personalisierte Geldbörsen. Kork verhält sich ähnlich unkompliziert. Vorsicht bei Kunstleder: Nur nachweislich PVC-freie Varianten (z. B. reines PU-Kunstleder) dürfen in den Laser — PVC-basiertes Kunstleder setzt Chlorgas frei und ist tabu.

Empfehlung: Gravur mit S1 oder M2, größere Zuschnitte mit dem P2S. Für feine Fotogravuren auf kleiner Fläche liefert der F2 zusätzliche Schärfe. Herkunft unklar? Wir testen dein Material in der Beratung.
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Papier, Karton & Filz

Vom Passepartout über Lasercut-Karten bis zur Filz-Deko: Dünne Materialien brauchen wenig Leistung, aber viel Kontrolle — zu viel Energie hinterlässt braune Ränder oder Brandflecken. CO₂-Laser schneiden hier am saubersten, weil sie mit hohem Tempo und wenig Wärmeeintrag arbeiten können.

Empfehlung: Für Papierprojekte und Filz ist der xTool M2 spannend — er druckt vollfarbig und schneidet dasselbe Werkstück direkt danach. Serienproduktion: P3.
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Metall — gravieren, schneiden, schweißen

Blankes, poliertes Metall reflektiert CO₂- und Diodenlicht zunächst stark — direkt lässt sich damit kaum gravieren. Mit Markierspray wie Cermark oder Thermark funktioniert es aber hervorragend: Das Spray nimmt die Energie statt des Metalls auf und brennt sich als dauerhafte, tiefschwarze Markierung ein — auch mit CO₂-Laser oder Diodenlaser auf Edelstahl. Echte Gravur und Farbeffekte direkt im blanken Metall — ganz ohne Spray, bei MOPA-Technik in über 100 Farbtönen — bleiben aber die Domäne von Faserlasern. Beschichtete Metalle (eloxiertes Alu, lackierte Oberflächen) markiert auch ein Diodenlaser problemlos direkt. Dünnbleche schneidet der Faserlaser, echtes Schweißen übernimmt der MetalFab.

Empfehlung: Gravur direkt im Metall, ohne Spray: F1 Ultra (schneidet Messing bis 0,4 mm) oder F2 Ultra mit MOPA-Farben. Schmuck & Kleinteile: F2. Markierung mit Spray auch mit S1 (Diode) oder P3/P2S (CO₂) möglich. Schweißen & Dickblech: MetalFab.
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Glas, Kristall & Keramik

Ein CO₂-Laser mattiert Glasoberflächen zu einer dauerhaften, weißen Gravur — bewährt für Gläser, Flaschen und Fliesen. Die Königsklasse ist der UV-Laser: Durch kalte Bearbeitung bei 355 nm entstehen feinste Details und sogar Fotogravuren ohne Mikrorisse und Hitzespannung. Mit einem Diodenlaser geht Glas nur behelfsweise (dunkle Farbschicht als Absorber).

Empfehlung: xTool F2 Ultra UV für Glas, Kristall und Porzellan in Profi-Qualität. Gelegenheitsgravuren auf Gläsern: P2S mit Drehachse.
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Stein & Schiefer

Schiefer gehört zu den dankbarsten Gravurmaterialien überhaupt: Der Laser trägt die dunkle Oberfläche ab und hinterlässt einen hellen, kontrastreichen Abtrag — perfekt für Untersetzer, Türschilder und Fotogravuren. Auch Granit, Marmor und Kieselsteine lassen sich gravieren; polierte, dunkle Steine liefern den besten Kontrast.

Empfehlung: Für den Einstieg reicht der xTool S1 völlig aus — ein beliebtes Produkt für den Start ins Nebengewerbe. Auf kleiner Fläche (bis 11,5 × 11,5 cm) liefert der F2 dank Galvo-Präzision und hoher Auflösung noch feinere Fotogravuren — spürbar mehr Detail als mit einem XY-Laser.
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Gummi, Silikon & Sonderfälle

Laserfähiges Stempelgummi ist ein Klassiker für die Stempelherstellung mit CO₂-Lasern — geruchintensiv, aber unproblematisch mit guter Absaugung. Silikon lässt sich meist gravieren. Bei zweischichtigen Gravurmaterialien (z. B. für Schilder) unbedingt auf die Kennzeichnung „laserfähig" achten: Sie garantiert, dass kein PVC enthalten ist.

Empfehlung: Stempel & Schildermaterial: P2S oder P3. Unbekanntes Material? Erst prüfen, dann lasern — im Zweifel fragen.
04 · Verbotene Materialien

Diese Materialien dürfen niemals in den Laser.

Manche Materialien setzen beim Lasern Gase frei, die die Gesundheit gefährden — und durch Korrosion Optik, Elektronik und Führungen der Maschine dauerhaft zerstören. Diese drei sind ein hartes Ausschlusskriterium, kein Ermessensspielraum:

PVC, Vinyl & PVC-Kunstleder

Setzen Chlorgas frei, das sich mit Luftfeuchtigkeit zu Salzsäure verbindet — greift Atemwege und Maschine an. Nur nachweislich PVC-freies Kunstleder (z. B. reines PU) ist unbedenklich.

Polycarbonat (Makrolon®)

Sieht aus wie Acryl, verhält sich aber völlig anders: verfärbt sich, fängt leicht Feuer und bildet giftige Dämpfe. Immer prüfen, ob wirklich PMMA vorliegt.

PTFE / Teflon®

Bildet beim Erhitzen hochgiftige Fluorverbindungen — absolut tabu, auch als Beschichtung.

Umstritten — eher meiden: ABS setzt beim Lasern Blausäure (Cyanwasserstoff) und Styrol frei, unabhängig von der Absaugung ein echtes Gesundheitsrisiko. Vereinzelt wird es mit industrieller Außenabführung graviert; für Heim- und Büro-Betrieb raten wir trotzdem ab.

Nur mit Absaugung: Faserverbundstoffe und Carbon erzeugen toxischen Feinstaub und können die Optik beschädigen — mit Aktivkohlefilter aber möglich. Unbekannte Kunststoffe und Beschichtungen gilt: im Zweifel testen, nicht raten — eine einzige PVC-Platte kann Optik und Absaugung dauerhaft beschädigen.

Diese Kurzfassung ersetzt keine Sicherheitsberatung. Alle Materialklassen im Detail, Schutzmaßnahmen, Absaugung und die gewerblichen Pflichten (OStrV/TROS) erklären wir ausführlich im Ratgeber Lasersicherheit.

05 · Einstellungen finden

Die richtigen Werte? Stehen in der xTool Materialdatenbank.

Welche Leistung, welche Geschwindigkeit, wie viele Durchgänge? Dafür musst du nicht experimentieren: xTool pflegt eine offizielle Materialdatenbank mit getesteten Einstellungen für fast jedes gängige Material — abgestimmt auf jedes Modell und jede Laserleistung. Die Werte sind direkt in die xTool Software integriert: Material auswählen, Voreinstellung laden, loslegen.

Die Datenbankwerte sind ein sehr guter Startpunkt — bei Naturmaterialien wie Holz oder Leder lohnt trotzdem ein kurzer Testlauf, weil jede Charge etwas anders reagiert. Und für Spezialmaterialien, die nicht in der Datenbank stehen, gilt: Bring dein Material einfach mit. In der Werkstatt in Nürnberg testen wir live, ob und wie es sich lasern lässt — bei der Video-Beratung besprechen wir dein Material deutschlandweit.

Häufige Fragen

Materialien lasern: kurz beantwortet.

Welche Materialien kann man lasern?
Sehr viele: Holz, Sperrholz und MDF, Acryl, Leder, Papier und Karton, Textilien und Filz, Kork, Schiefer und Stein, Glas, Keramik sowie Metalle. Entscheidend ist der passende Lasertyp — Dioden- und CO₂-Laser für organische Materialien, Faserlaser für Metall, UV-Laser für empfindliche Oberflächen wie Glas. Nicht lasern darf man dagegen PVC, Vinyl, Polycarbonat und einige weitere Kunststoffe.
Welche Materialien darf man nicht lasern?
Tabu sind vor allem chlorhaltige Kunststoffe wie PVC und Vinyl (setzen beim Lasern ätzendes Chlorgas bzw. Salzsäure frei), Polycarbonat (verfärbt sich, brennt leicht und bildet giftige Dämpfe), ABS (schmilzt und kann Blausäure freisetzen), PTFE/Teflon, Glasfaser- und Carbonplatten sowie Kunstleder auf PVC-Basis. Die Dämpfe gefährden nicht nur die Gesundheit, sondern zerstören durch Korrosion auch die Maschine.
Kann man Metall mit einem Diodenlaser gravieren?
Direkt auf blankem, poliertem Metall nur eingeschränkt — die Wellenlänge wird größtenteils reflektiert. Beschichtete Metalle wie eloxiertes Aluminium oder lackierte Oberflächen markiert ein Diodenlaser dagegen zuverlässig. Mit Markierspray wie Cermark erzeugt auch ein Diodenlaser wie der xTool S1 dauerhafte, kontrastreiche Markierungen auf blankem Edelstahl. Für echte Gravur und Farbeffekte direkt im Metall — ganz ohne Spray — ist ein Faserlaser wie der xTool F1 Ultra oder F2 Ultra die richtige Wahl, alternativ ein IR-Modul (1064 nm) für einfache Markierungen.
Kann ein CO2-Laser Metall markieren?
Nicht direkt — CO₂-Licht bei 10.600 nm wird von blankem Metall fast vollständig reflektiert. Mit einem Markierspray wie Cermark oder Thermark funktioniert es aber hervorragend: Das Spray wird aufgetragen, der Laser brennt es dauerhaft und tiefschwarz in die Oberfläche ein — beliebt für Edelstahlschilder und Werkzeugmarkierung, z. B. mit dem xTool P3 oder P2S. Für Gravur direkt im blanken Metall, ohne Spray, ist dagegen ein Faserlaser wie der xTool F1 Ultra oder F2 Ultra die bessere Wahl.
Welcher Laser schneidet Acryl am besten?
Ein CO₂-Laser. Er schneidet klares wie farbiges Acryl mit glatten, glänzenden Kanten — der xTool P3 schafft bis zu 25 mm in einem Durchgang. Wichtig: Klares Acryl lässt das blaue Licht eines Diodenlasers nahezu ungehindert durch und kann damit praktisch nicht geschnitten werden; mit Diodenlasern funktioniert nur dunkles bzw. opakes Acryl.
Kann man Glas lasern?
Ja, auf zwei Wegen. Ein CO₂-Laser mattiert die Glasoberfläche und erzeugt eine dauerhafte, weiße Gravur. Noch feiner arbeitet ein UV-Laser wie der xTool F2 Ultra UV: Durch die kalte Bearbeitung bei 355 nm entstehen detailreiche Gravuren ohne Hitzespannung — ideal für Glas, Kristall und Keramik. Schneiden lässt sich Glas mit Desktop-Lasern nicht.
Welches Holz eignet sich am besten zum Lasern?
Sehr gut eignen sich Pappelsperrholz, Birkensperrholz, Linde und Kirsche — helle, gleichmäßige Hölzer mit wenig Harz. MDF lässt sich ebenfalls gut schneiden, braucht aber wegen der Klebstoffe eine gute Absaugung. Harzreiche Nadelhölzer neigen zu dunklen Rändern. Zum Schneiden dickerer Platten empfiehlt sich ein CO₂-Laser: Der xTool P3 schneidet Holz bis 20 mm in einem Durchgang.
Kann man Kunstleder lasern?
Nur, wenn es nachweislich PVC-frei ist (z. B. PU-Kunstleder). Kunstleder auf PVC-Basis setzt beim Lasern Chlorgas frei — gesundheitsschädlich und korrosiv für die Maschine. Echtes, pflanzlich gegerbtes Leder ist dagegen unproblematisch und lässt sich mit Dioden- und CO₂-Lasern hervorragend gravieren und schneiden. Im Zweifel gilt: Materialzusammensetzung klären, bevor gelasert wird.
Kann ein Laser Metall schneiden oder schweißen?
Ja — mit der richtigen Leistungsklasse. Der Faserlaser des xTool F1 Ultra schneidet dünne Bleche wie Messing bis 0,4 mm oder Edelstahl bis 0,3 mm. Für echtes Metallschweißen und dickere Schnitte ist der xTool MetalFab gebaut: Er schweißt Edelstahl und Kohlenstoffstahl bis 5 mm und schneidet mit CNC-Aufsatz Kohlenstoffstahl bis 10 mm.
Wo finde ich die richtigen Lasereinstellungen für mein Material?
xTool pflegt eine offizielle Materialdatenbank mit getesteten Einstellungen (Leistung, Geschwindigkeit, Durchgänge) für fast jedes gängige Material und jedes Modell. Die Werte sind direkt in die xTool Software integriert — Material auswählen, Voreinstellung laden, fertig. Online ist die Datenbank unter easyset.xtool.com erreichbar. Bei Spezialmaterialien testen wir die Einstellungen gerne gemeinsam in der Beratung.
Kann man Stein oder Schiefer gravieren?
Ja, Schiefer gehört sogar zu den dankbarsten Gravurmaterialien: Dioden- und CO₂-Laser erzeugen darauf einen hellen, kontrastreichen Abtrag — beliebt für Untersetzer, Schilder und Fotogravuren. Auch Granit, Marmor, Kiesel und Keramikfliesen lassen sich gravieren. Schneiden lässt sich Stein mit Desktop-Lasern nicht.

Nicht sicher, ob dein Material laserbar ist? Bring es mit.

In der Werkstatt in Nürnberg testen wir dein Material live auf der passenden Maschine — oder wir klären es per Video-Beratung, deutschlandweit und kostenlos.